Versöhnungsgottesdienst in Kapstadt

Am 13. Oktober wurde die Partnerschaftsvereinbarung zwischen der Rhenish Church South Africa und dem Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel in Kapstadt unterzeichnet. Damit geht die Partnerschaft, die 2017 in der Heilandkirche angefangen hat, einen großen Schritt in die Zukunft.

Im kommenden Jahr soll es Trainingsprogramme zur Erkennung von Traumata, Neigung zum Suizid und zur Intervention in der Begleitung von Opfern sexualisierter Gewalt in Südafrika geben. Auf der Seite des Kirchenkreises ist Notfallseelsorger Pfarrer Albrecht Roebke beteiligt.

Beide Seiten wollen zudem Video- und andere Beiträge erstellen, die man in Gottesdiensten verwenden kann. Auch soll ein gemeinsamer Kalender entstehen, mit dem die Partner einander über ihr kirchliches Leben informieren. Für Pfarrpersonen und theologisch Interessierte werden Online-Austauschtreffen vorbereitet, zum Beispiel darüber, wie beide Kirchen ihre Arbeit mit bescheidenen Mitteln weiterentwickeln können.

 

Festgottesdienst mit Versöhnungsfeier

Zum Programm gehörte auch ein Versöhnungsgottesdienst. Denn die südafrikanische Kirche fühlte sich zwischenzeitlich von der rheinischen Kirche in Deutschland verlassen. Die Kirche in Südafrika ist durch die Arbeit rheinischer Missionare entstanden. Doch zwischen den beiden Weltkriegen geriet die Rheinische Mission in Schwierigkeiten und zog sich ohne Absprachen aus Südafrika zurück. Einheimische Gemeinden mussten sich deshalb plötzlich selbstständig organisieren. Trotzdem wuchsen sie von ursprünglich drei auf heute elf Gemeinden an. Seit 2008 gibt es neue Kontakte mit der Evangelischen Kirche im Rheinland. Mit der Partnerschaft gewinnt die Beziehung eine verlässliche Grundlage und ein Verhältnis auf Augenhöhe.

 

Foto: Wolfgang Thielmann, Obed de Leeuw

 

Geschrieben von christiankolmer am 15. Oktober 2024

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